Ein "guter" ... oder lieber ein "echter" Mann?

Ein guter oder lieber ein echter Mann
Welchen Mann hättest Du gerne als Frau? 
Was für ein Mann bist Du?
Und was für ein Mann würdest Du gerne sein?

Unsere letzte Geschichte endete mit der Feststellung, dass es wirklich viele gute Männer  gibt. Männer, die wirklich ganze Kerle sind. Männer, die aufrichtige Absichten haben und noble Ziele im Leben verfolgen. Gut aussehende Männer, Männer, die einen gesunden Wert auf ihr Äußeres legen und wahre innere Werte besitzen. Männer mit Charakter, Männer, auf die man sich verlassen kann. Ja! Männer auf die man sich verlassen kann! Kurioserweise sind es aber oft gerade diese Männer, die verlassen werden.

WARUM? Was machen sie falsch? Was haben die Frauen an ihnen auszusetzen?

Wir können die Sache hier abkürzen, indem wir uns die richtigen Fragen stellen. Nämlich, was haben diese Männer gemein? Warum teilen viele von ihnen das gleiche Schicksal? Wo finden wir hier den roten Faden?

Auf jeden Fall haben diese Männer offensichtlich kein Problem damit, eine tolle Frau fürs Leben zu finden. Vielmehr hapert es ganz offensichtlich bei ihnen daran, die Beziehung erfüllt und stabil zu halten. Oftmals beginnen die ersten Schwierigkeiten bereits innerhalb der ersten Monate. Meistens beginnt es damit, dass typische Warnsignale nicht erkannt werden, wenn die Beziehung beginnt brüchig zu werden. Es beginnt mit einem deutlichen Attraktivitätsverlust der eigenen Person. Begründet wird das mit: „Ja jetzt ist halt die erste Verliebtheitsphase vorbei und der Alltag hat uns eingeholt."  Am Anfang beginnen kleinere Debatten, welche sich dann zusehends in handfeste Streitigkeiten entwickeln.
War er einst noch der Mann ihrer Träume, der Traumprinz,  den sie stolz ihren Eltern und Freundinnen präsentierte, ein leidenschaftlicher Liebhaber, ein zärtlicher Mann, an dessen Schulter sie sich gerne anlehnte, so wurde daraus nach und nach der beste Freund,  den sie vielleicht irgendwann heiraten wird. Vielleicht … Irgendwann… Mal schauen.

Als Mann und Coach in Sachen Beziehungskrisen kann ich Dir jetzt schon versichern, dass daraus nix wird! Besonders dann nicht, wenn sie nicht einmal klar abgrenzen und definieren kann, wie die gemeinsame Zukunft in den kommenden Wochen / Monaten /  Jahren aussehen soll. Vorbei mit forever Love, wenn Du als Mann an einem Samstagabend um 21 Uhr Deinen Pyjama anziehst, Dich brav neben ihr zu Bett begibst und den lieben Mann spielst. Du willst Zärtlichkeiten austauschen, aber sie hat die typischen "Kopfschmerzen".  Du denkst schade, Pech gehabt. Als Coach kann ich dir versichern, dass nicht ihr Kopf Schmerzen verursacht, sondern Du es bist, der ihr Kopfschmerzen bereitet. Zumindest was Euren Sex betrifft.

Versteh das jetzt nicht falsch, sicher hat sie Dich noch lieb und findet Dich nach wie vor süß. Doch irgendwie klappt es trotzdem nicht mehr zwischen Euch. So oder so ähnlich sieht häufig die Standardbeziehung aus, oder etwa nicht? Aber woran liegt das denn nur? Darauf komme ich später.

Es gibt durchaus Paare, die im Guten auseinander gehen oder ein Leben lang nebeneinander herleben und sich damit abfinden. Doch in der Mehrzahl sind es eher die Geschichten, wo so eine Beziehung auseinander geht, aber nicht im Guten. Manchmal ist eine Affäre eines der Partner der Grund für eine Trennung, ein anderes Mal ist es ein handfester Streit um nichts, wie man oft glaubt. Doch Jeder Streit hat einen wahren Grund, auch wenn der nicht immer offen ausgesprochen wird. Die meisten Menschen wollen solchen unangenehmen Gesprächen eher aus dem Wege gehen.

Ein Grund, warum Männer in der Achtung der Frauen oft sinken, ist, dass sie sich nicht mehr wie richtige Männer verhalten. Das ist aber nur eine unterbewusste Einschätzung der Frau. Die kann manchmal ganz schön ambivalent sein. Denn auf der einen Seite wollen die Frauen, dass sich ihre Männer mehr zuhause einbringen, ihnen die Einkaufstüten tragen, ihnen aus der Hand fressen, wie man so sagt. Auf der anderen Seite empfinden sie unterbewusst so ein Verhalten als wenig männlich. Hier stecken wir Männer in einer ganz schönen Zwickmühle. Zugegeben. Doch es gibt irgendwo dazwischen den golden Mittelweg und den gilt es zu finden.

Wer aber die ersten Alarmsignale Richtung Trennung nicht wahrnimmt oder erkennt, wird eines Tages vor vollendete Tatsachen gestellt. Gerade in der heutigen Zeit, wo Frauen ihr eigenes Geld verdienen, nicht mehr unbedingt abhängig sind vom Mann, muss Mann schon zeigen, wie sehr er sie schätzt, sie liebt, sie respektiert!!!, sie nicht versucht einzuschränken. Wenn ein Mann aber zum Waschlappen wird, sich alles kommentarlos gefallen lässt, sich ständig verteidigt, wenn andere ihn aufmerksam machen wollen, dass in seiner Beziehung etwas im Argen liegt, erkennen wir das typische Beta – Verhaltensmusters. Sich immer zu rechtfertigen.

Was viele verlassene Männer aber oft gemein haben ist der Umstand, dass viele von ihnen ohne eine Vaterfigur aufwuchsen, ihnen ein gutes Vorbild fehlte. Väter, die saufen oder ihre Frauen wie Dreck behandeln, zähle ich nicht dazu. Das sind keine Vorbilder, allenfalls Schreckgespenster. Oder wenn ein Vater zwar vorhanden ist, sich aber, wie oben beschrieben, seinem Schicksal ergeben hat, sich mit einer lieblosen Beziehung zu arrangieren, ist das auch kein Vorbild oder ein schlechtes Vorbild. Manche Frauen haben sich so stark emanzipiert, dass ein Mann an ihrer Seite nichts mehr zu melden hat. Auch die gibt es auf beiden Seiten. Solche Vatervorbilder entlassen entweder einen weiteren unterwürfigen Sohn in diese harte Welt oder der Sohn will nie so werden, wie sein Vater und wird ein Frauenhasser oder Macho. Und da die Mütter meistens die Erziehung übernehmen, wird nicht selten der Sohn verwöhnt, während der Ehemann nebenher läuft. Und die verwöhnten Kerlchen denken dann, dass alle Frauen so sein müssen. Ihm immer alles recht zu machen. Doch das geht heute meistens schief. Er wird nicht selten von Mutti zum kleinen Macho erzogen, während Papi keinerlei Autorität hat, noch ausstrahlt. Verzwickte Situation. Die Missachtung der männlichen Autorität des Vaters ist ein schlimmes Signal der Mütter.

Auch wenn Mütter abfällig in Gegenwart der Kinder über den Papa sprechen, kann das dramatische Folgen für die Söhne und die Töchter haben. Auch sind Mütter heute schnell dabei, einen Lehrer, den Fußballtrainer, Sportlehrer oder wen auch immer, der ihrem Sohn etwas beizubringen hat, jedes Mal mit dem Anwalt zu drohen, wenn etwas nicht ihren Vorstellungen entspricht. Das ist auch heute eine dramatische Entwicklung. Oft haben die Jungs keinerlei Respekt vor nichts und niemandem mehr. "Mutti und Vati werden sonst ihren Anwalt anrufen, ich kann also tun und lassen, was ich will. Mir hat kein Lehrer etwas zu sagen." Was man jeden Tag auf unseren Strassen, in den Schulen beobachten kann, ist eine fatale Entwicklung gegen eine harmonische Beziehung später. 

Solche jungen Männer, die so eine gewisse Verachtung gegenüber maskuliner Dominanz/Autorität entwickeln können, bekommen im später in ihrem Leben automatisch Probleme mit anderen Männern, sprich auch mit Autoritäten. Ja wie soll auch ein Mann, der keinen Respekt vor der Autorität seines Vaters beigebracht bekam, später Menschen respektieren, welche ihm im Erwachsenenalter, als männlichen Autoritätspersonen wie Vorgesetzte, Lehrer oder Polizisten begegnen?

Ein Grund übrigens, warum gerade viele Jungen, die aus allein erziehenden Mütterhaushalten stammen, Anpassungsschwierigkeiten haben, insbesondere in Beziehungen zu Frauen. Hier teilen viele Männer das gleiche Schicksal. Sicher meinen es die Mütter da draußen gut, wenn sie Ihren Jungs einbläuen, eine Frau auf Händen zu tragen. Witzig ist nur, dass diese verwöhnten Söhne, die viel zu lange im Hotel Mama blieben, dadurch nicht unbedingt zu frauenfreundlichen Kerlchen werden. Oft entwickeln sie eine ambivalente Beziehung zu Frauen. Entweder werden sie eine Art Mamasöhnchen, wenn Mama eine sehr starke Persönlichkeit ist, oder sie werden Verachter von Frauen, weil sie mit ihnen machen können, was sie wollen. Mama will nämlich möglichst immer dem Sohn beide Elternteile ersetzen und kommt dabei schnell an ihre  Grenzen. Irgendwann kapiert Sohn, dass er seine Mutter, die meist beruflich unter Druck steht, gut manipulieren kann. Und das wird ihm später gerne mal in einer Partnerschaft zum Verhängnis. Denn sein Verständnis von Frauen ist ein falsches. 

Frauen wollen weder einen Waschlappen auf Dauer an ihrer Seite haben, noch einen extremen Macho und Egoisten. Die Frauen heute suchen Männer auf Augenhöhe. Alle anderen, die es auch mehr als genug gibt, werden es nie zu einer harmonischen oder gar glücklichen Beziehung schaffen. Ich frage mich aber immer wieder, warum viele allein erziehende Mütter ihre Söhne zu solchen Machos erziehen, obwohl sie selbst nicht bereits waren, mit so einem Mann ihr Leben zu teilen?

Ja, weil sie es eben nicht besser wissen.  Langfristige Schäden ihrer Söhne sind vorprogrammiert, denn so einen Mann will keine Frau ertragen. Viele dieser Jungs nämlich, haben bereits im Teenageralter große Probleme damit, ein klares Identitätsgefühl zu sich als Mann zu finden. Hat der Vater, aus welchen Gründen auch immer, die Familie verlassen, also auch IHN, wird er ein eher negatives Bild gegenüber seinem Vater entwickeln, was sich unterbewusst auf alle Männer übertragen wird. Beginnt er seinen Vater zu hassen, hasst er im Grunde alle Männer. Hat seine Mutter den Vater verlassen, und IHN mitgenommen, IHN seinem Vater sozusagen vorenthalten, wird er sie irgendwann dafür hassen. Also wird er Frauen hassen. Beides fatal.

Jungs, die trotz Trennung mit beiden Elternteilen einen engen Kontakt pflegen, dessen Eltern sich nach wie vor gegenseitig RESPEKTIEREN, wird voraussichtlich eine gute Typ werden, eine ausgeglichener Typ, ein Mann, aber ein lieber Mann werden. Hat aber der Vater oder seine Mutter nach der Trennung in regelmäßigen Abständen neue gescheiterte Beziehungen, wird auch er vermutlich später Probleme bekommen, in einer treuen, harmonischen Partnerschaft leben zu können. Außer er begreift sein Problem und lässt sich von Profis helfen, zum Bespiel von einem Coach, der ihm diese Zusammenhänge klar machen kann und  ihn auf den richtigen Weg führen kann. 

Ein Junge, der zu stark auf seine Mutter fixiert ist, dank der Erziehung der Mutter, wird später immer alle Frauen mit seiner Mutter vergleichen, denn nur SIE ist sein Vorbild. Auch Töchter, die von dominanten Müttern alleine großgezogen werden, tragen oft genug eine schwere Last und ein falsches Männerbild mit sich herum. Aber darüber schreibe ich an anderer Stelle.

Es kann bei Beziehungsproblemen immer von Vorteil sein, sich von einem Coach helfen zu lassen. Denn der ist neutral und wird die Problematik Deiner Beziehung emotionslos eruieren können. Hat Deine Partnerin ein Problem mit Dir, lass uns mal darüber sprechen. Hast Du ein Problem mit ihrer Art, mit ihrem Wesen und weißt nicht, wie Du dich verhalten sollst, lass uns mal darüber sprechen.

In diesem Sinne…

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