Wenn sie weint...

Weinende Frau
Was passiert eigentlich in den Köpfen der Männer wenn eine Frau weint?
Folgende Situation: Eine junge Lady… Nennen wir sie Andrea, hatte in der Arbeit Ärger weil sie eine für sie zu schwierige Aufgabe, nicht zur Zufriedenheit ihrer Vorgesetzten erfüllen konnte. Sie kam nach Hause, wo ihr Freund.
Nennen wir ihn einmal Markus wartete und erkannte, dass sie sehr traurig war. Andrea fing an zu weinen und wie wohl so ziemlich jede Frau weiß, wollte Andrea in diesem Moment nur eins - dass ein Mann, der neben sitzt, sie umarmt und ihr das Gefühl gibt, sicher zu sein. Ohne eine Wort zu sagen die Stimmung in ihr auslöst, dass alles wieder gut sein wird. Markus stattdessen, begann plötzlich Andrea rationale Fragen zu stellen: "Wie viele Leute arbeiten an dem Projekt? Ist es möglich, die Frist zu verschieben?"
 … Tja und dann kommts natürlich… Dieses: "Du verstehst DAS nicht!" – Vielmehr sollte Andreas Vorwurf lauten: „Du verstehst MICH nicht!“ und so wendet sie sich natürlich von ihm ab oder, von Beziehung zu Beziehung unterschiedlich, endet dieser Anfang in einer Debatte, einer Diskussion oder gar in einem handfesten Krach.
Schön und gut, aber was hat denn Markus an der Sache oder an ihr nicht verstanden? 
Emotionale "Verarbeitung" von Männern und Frauen erfolgt auf unterschiedliche Weise. Studien zeigen immer wieder, dass es 2 Systeme von Emotionen anderer Menschen zu verstehen gilt und die Reaktionen darauf natürlich in unseren Köpfen stattfindet. Es ist ein System von Spiegelneuronen und die Systemprozesse im Bereich Temporallappen etc. Womit wir wiederum bei Sinneseindrücken (Neocortex-Bereich), Sympathie und Empathie etc. wären. Kurz & knapp, kreuzen sich hier emotionale - und rationale also kognitive Empathie, Beide Systeme arbeiten gleichzeitig beim Menschen aber bei Männern und Frauen eben und auch anders. Wenn wir also Andrea und Markus Scan-Vorgänge im Gehirn bildlich vor uns hätten, so hätten wir folgenden Schachverhalt: Als Andrea zu klagen und zu weinen begann, trat in Markus System für eine kurze Zeit, ein emotionaler Schmerz auf. Erheblicher Einfluss darauf hatte das verweinte Gesicht seiner Freundin. Es war ein Moment der emotionalen Empathie. Aber dann, wurde in seinem Kopf eine Art „Website“ auf die Prozesse der neuronalen Schaltkreis ins Leben gerufen. Das "Analyse-und-Löse-Problem" von Markus wurde aktiv und wie ein Werkstatttool, machte es sich an die Arbeit. Diese kognitive Empathie in seiner ganzen Pracht, ermöglicht es Markus zwischen ihren Gefühlen und den Gefühlen von anderen deutlich unterscheiden. Es hilft, ihm als Mann geschickt, den Einfluss von Emotionen zu ignorieren und Entscheidungen auf einer rein rationalen Ebene zu treffen. Markus begann, Fragen bei der Suche nach Lösungen für Probleme an Andrea zu stellen. Andreas Reaktion darauf war verletzt und verwirrt. Ihr Spiegelneuronensystem "schläft" sozusagen und wird unter anderem vollständig durch das 2. System ersetzt. Man kennt das vielleicht auch, wenn Männer kaum bemerken, ob das Gesicht der Frau beleidigt ist oder eher gleichgültig, weil eben ihre Gehirne nicht in der Lage sind, diese Informationen lesen zu können. Andrea läuft natürlich nun in den Raum zu denken, dass Markus sie nicht versteht, wie sie sich fühlt und setzt somit gleich, dass er sich nicht um ihre Gefühle kümmert, sich im schlimmsten Fall einen Dreck darum schert. In der Tat kümmert er sich nicht aber nicht wie und warum Andrea glaubt das er es tut. Markus fiel in die Falle der kognitiven Empathie, einer physiologischen Eigenschaft des männlichen Geschlechts. Andrea unterlag bei der Definition seiner Motivation also einem Irrtum als sie in Markus Gesicht diese Emotionslosigkeit las. Sie erkannte nicht, dass seine Hirnrinde damit beschäftigt war Lösungen für das Problem zu suchen. Ihre Interpretation von seiner „Gleichgültigkeit war somit völlig falsch - "Er versteht mich nicht".

Warum Männer und Frauen emotionale Systeme anders funktionieren hat die Wissenschaft leider noch nicht bis zum Ende raus. Bis es soweit ist, sind beide gut beraten, Männern nicht sofort eine Gleichgültigkeit zu unterstellen oder anderweitige Emotionen zu bescheinigen ohne dabei die Rationalität dessen Mannes mit in diese Entscheidung einfließen zu lassen. Ladys… Eure Jungs werden es euch danken! 
Und die Männer? … Ach ja, Ihr! Tja… Ihr spart euch eine Menge Stress, wenn ihr ein nahezu perfektes Verständnis dafür entwickelt, dass eine Frau einfach mal traurig, schlecht drauf sein, weinen – WILL! Lasst sie ihr Gemütsleben ausleben ohne immer in euren Köpfen nach einem passenden Werkzeug zu suchen. Nimm sie in den Arm und lass sie reden. Wichtig: Hör ihr zu… Bitte Mann! Hör zu… Hör einfach zu… Auch wenn‘s der größte Scheiß ist – Hör einfach nur zu!

In diesem Sinne…
ICH, ALPHA...
Die verbotene Frucht